Jahresrückblick 2018

Liebe Mitglieder und Gäste,

eigentlich hatten wir erwartet, dass wir in diesem Jahr etwas kürzer treten werden nach dem Highlight 2017, wo wir viel gestemmt haben. Man denke nur an den Kirchentag in Berlin, wo wir so sehr präsent waren. Aber nein, auch 2018 war durchaus ein erfolgreiches Jahr. Die Mitglieder werden Augen machen, wenn der Kassenbericht bei unserer nächsten Versammlung Ende April 2019 vorgelegt werden wird. Finanziell die ergiebigste Saison der Vereinsgeschichte! Geld ist nicht Alles, aber ein Förderverein ohne selbiges kann auch nicht fördern. Herzlichen Dank allen Beteiligten. 

Einen Stand zusammen mit der Kirchengemeinde hatten wir bei der Einweihung des Redliner Windparks. Viele fragten nach, was wir machen und wie weit wir gekommen sind. Wir konnten antworten: erstaunlich weit für so eine winzige Gemeinschaft. Und schickten die Frager ins Dorf um den fertig restaurierten Turm der Dorfkiche zu besichtigen. Herzlichen Dank an unsere Pastorin, Frau Kloss, die den Stand organisierte. 

In diesem Jahr hatte Petrus ein Einsehen. Beim Bikergottesdienst Ende Juli lachte die Sonne und es war mächtig was los. Dieses Mal hatten wir einen Gastpfarrer und Biker als Prediger, den Gefängnispastoren aus Bützow, Andreas Timm. Und viele fleißige Helfer aus Verein und Gemeinde sorgten außerdem dafür, dass das Fest gelingen konnte. Allen Beteiligten gilt unser Dank. 

Nun neigt sich das Jahr, wir schauen zurück und können, glaube ich, sehr zufrieden sein, was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auf die Beine gestellt haben. 
Und nun noch eine Anmerkung. 2019 ist wieder ein Kirchentag. Diesmal in Dortmund. Dort lebt eine Dame mit Redliner Wurzeln. Sie hat angeboten, falls welche daran teilnehmen, sich mit denjenigen zu treffen und etwas über ihre Stadt mitzuteilen. Und natürlich auch über Redlin und Umgebung zu plaudern. Ein Geben und Nehmen. 

Nun wünsche ich Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit, ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr. 

Andreas Klumpp

Dorffest in Redlin am 28.07.2018

Am Samstag, dem 28. Juli 2018 ist es so weit.
Redlin feiert – zugunsten der Dorfkirche wie jedes Jahr.
Und Redlin kann ein Highlight bieten:
Die Biker sind wieder los!
Dieses Jahr gibt uns ein echter Bikerpfarrer die Ehre – Pastor Andreas Timm aus Bützow. Dort betreut er die Insassen des Strafvollzugs und ist selbst ein bekennender Motorradfahrer.
Wir danken ihm für seine Bereitschaft, den Gottesdienst durchzuführen.
Frau Kloss kann dieses Jahr nicht dabei sein, denn der Termin liegt mitten in den Schulferien. Und auch Pastorenkinder haben dann ein Recht auf ihre Eltern, die sie sonst am Wochenende mit der Gemeinde teilen müssen.
Für alle Biker: Um 10.30 Uhr beginnt eine Ausfahrt.
Für Alle: Um 12 Uhr ist Gottesdienst in der Dorfkirche.
Danach werden die Besucher auf den Dorfanger gebeten.
Es gibt zu essen und zu trinken – in bewährter Weise.
Und die eine oder andere Überraschung.
Kommen Sie zahlreich! Sie unterstützen damit den Erhalt unserer Dorfkirche.
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Impressionen vom Turmfest in Redlin

Turmfest in Redlin – Die Biker sind los

am 01. Juli 2017 startete wieder der Gottesdienst für die Biker in der Dorfkirche in Redlin. Immer ein spektakulärer Termin!

Unter Geknattere strömten die Redliner zum Gottesdienst, wegen des Wetters allerdings wenige Auswärtige. Frau Kloss gestaltete das Ereignis in gewohnt lockerer Art. Es ist ja doch etwas Besonderes für eine Veranstaltung in einer Kirche. Die Musik war darauf abgestimmt und alle sangen nach Kräften mit. Auf dem Kirchplatz wurde im Anschluss munter geschmaust mit Bratwurst und selbstgemachten Salaten. Frisch gesättigt schob sich die Menge wieder in die Kirchenbänke und es setzte ein Konzert der Extraklasse ein. Akkordeonmusik im Chor unseres Gotteshauses! Und was für eine! Nichts Volkstümliches, nichts, was man schon hundertmal gehört hatte. Cathrin Pfeifer aus Berlin präsentierte ihre eigenen Kompositionen und brachte einen Hauch von „Weltniveau“ ins Dorf. Die Zuhörer waren begeistert und konnten kaum glauben, dass sie immer noch in Redlin waren. Kaum aus der Kirche bogen sich schon wieder die Tische unter großen Kuchenblechen, die alle aus den Redliner Backöfen hervorgegangen waren.  Diese Mahlzeit war ein Dankeschön an alle die, die bei der Restaurierung des Turms und bei der Vorbereitung des Kirchtags die Ärmel hochgekrempelt hatten. 

Denn der Turm war ja der eigentliche Anlass. Endlich ist er fertig und wirklich prachtvoll geworden. Das wollten wir feiern und haben das auch gemacht, auch wenn Petrus sich redlich bemühte, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen.  Aber die Vorbereitungen, im besonderen Maße von Jürgen und Florian Wippermann, waren so gut, dass das Publikum bis Mitternacht zusammenblieb. 

Im Folgenden wollen wir dokumentieren, wer welche Aufgabe bei der Turmsanierung übernommen hat:

1. Leader-Förderung des Landkreises Ludwiglust-Parchim

2. Beihilfe des Kirchenkreises Mecklenburg

3. Stiftung kirchliches Bauen Mecklenburg

4. Verein Dorfkirchen in Not

 

Folgende Betriebe waren an der Umsetzung beteiligt:

1. Architekturbüro Lemke-Uphaus GmbH Parchim

2. Ingenieurbüro Schwerin mit dem Statiker Holger Haker

3. Dachdeckerei Krüger aus Crivitz

4. Zimmerei Kortz und Kuhingk GmbH aus Siggelkow

5. Bauunternehmen Albert Rogmann GmbH & Co KG aus Parchim

6. Gerüstbau Sörgel und Bunsen GmbH aus Rastow

7. Mecklenburger Orgelbau Wolfgang Nußbücker aus Plau am See

8. Gebäudereinigung Graffenberger KG aus Parchim

9. Rene Müller Malerbetrieb aus Demen

10. Elektriker Wolfgang Stenzel aus Siggelkow

 

Und natürlich waren auch viele Gespräche und Anträge nötig, um das Vorhaben genehmigen zu lassen.

Dafür ist unserer Baubteilung in der Kirchenkreisverwaltung wichtig, aber auch das Landeskirchenamt Kiel, Außenstelle Schwerin mit dem Baudezernat, und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Schwerin.

Und unsere Buchhaltung in der Kirchenkreisverwaltung Schwerin ist unverzichtbar.

Impressionen vom Kirchentag in Berlin

Redlin auf dem Kirchentag in Berlin

In den letzten drei Wochen wurden Massen von Flomen und Speck, Äpfeln und Zwiebeln nach Redlin geschafft. Die Herdplatten in den Küchen liefen heiß; manche improvisierten eine Sommerküche auf der Terrasse.
Das Dorf im Schmalzfieber. Alle möglichen Varianten kamen dabei heraus: weiß und braun, mediterran und vegan. Die Kreativität kannte keine Grenzen. Das zünftige Brot wurde aus Siggelkow bezogen. Zwar nicht mehr Redlin, aber immerhin beim Hausbäcker der Redliner. Auch der gewünschte Saft wurde „importiert“. Aus Groß Niendorf.

Regional. So etwas gilt viel in Berlin. Wo auch veganes Schmalz hoch im Kurs steht. Sehr hoch. So dass Engpässe entstanden. 

Die spinnen, die Berliner.

Doch der Reihe nach. Am Morgen des 24.5. rollte ein Konvoi aus Redlin über die A24 und die Innenstadtstraßen direkt vor den Reichstag. Viel Platz. Eine perfekte Organisation. Nach und nach vergrößerte sich die Mitarbeiterzahl auf über zehn und es wurde fleißig vorbereitet: Schmalzstullenschmierstation, Verkauf Säfte, Verkauf Stullen, Diashow zu Redlin, Informationstische vor dem geräumigen Zelt der Kirchengemeinde.

Dekoration und Hingucker waren zwei blitzblanke, chromblitzende Bikes, die manchen Kirchentagsbesucher mehr anzogen als alles andere. Damit und mit unserem persönlichen Outfit wollten wir ausdrücken, dass Bikerclub, Feuerwehr und Förderverein an einem Strang ziehen, wenn es um die Renovierung und Erhaltung unserer Dorfkirche geht. Und so trugen wir den Kirchturm auf dem Bauch, das blaue Shirt der Feuerwehr und die lederne Bikerkluft. Je nachdem. Bunt, aber mit Engagement.

Beim Anbruch der Dunkelheit waren wir ausverkauft. Selbst die Brotanschnitte waren geschickt unter die Leute gebracht. Die Mitstreiter im Alter zwischen neun und siebzig ziemlich geschafft. Aber noch war Programm und dann Abmarsch der Besucher. Da hieß es sich in Geduld zu üben.

Das Abräumen ging schnell von der Hand. Schließlich war alles in den Fahrzeugen verstaut und der Konvoi verschwand wieder in der Nacht Richtung Heimat. Inzwischen war es Mitternacht. Wer wann ins Bett gekommen ist, kann der Chronist nur vermuten. 

Ein großer Erfolg für so einen kleinen Ort. Initiiert und begleitet wurde das Projekt von Frau Kloss, die Bewohner hat Herr Widdecke in Schwung gebracht. So half am Ende rund die Hälfte der Bevölkerung in irgendeiner Form mit. 

Rechnen Sie das mal auf Berlin um!!!

Es dankt allen Beteiligten und der Agrargenossenschaft: 

Andreas Klumpp, für den Förderverein Kirche Redlin e. V.

Übrigens: Fast 500€ unterm Strich für die Dorfkirche Redlin!

Deutscher Evangelischer Kirchentag – Redlin am Abend der Begegnung am 24. Mai 2017 in Berlin mit dabei

Auf nach Berlin! Redlin on tour. Eine nicht gerade alte Kirche auf dem Land, darum zwei Dutzend Häuser, ein ziemlich leerer Friedhof. Nicht mehr Brandenburg, noch nicht so ganz Mecklenburg. Ländliche Tristesse? – Von wegen. Am Wochenende übt die Feuerwehr, schwere Bikes brausen durch den Parcours der Dorfstraße. Einmal drumrum. 

Alte und Junge, inzwischen wieder ganz Junge, die mittlere Generation, alle Konfessionen, aber auch diejenigen, die nicht Mitglieder einer Glaubensgemeinschaft sind, haben einen geografischen und emotionalen Mittelpunkt: die Dorfkirche. Und die engagierte Pastorin öffnet sie für jede und jeden. Konsequent. Und das hat Folgen. Inzwischen fühlt sich die ganze kleine Menschengruppe wieder als Gemeinde. In all ihrer Vielfalt. Ohne religiöse Verpflichtung. Aber in der Pflicht, dieses Kirchlein dem Dorf zu erhalten. Und so arbeiten viele im Förderverein zusammen, die Biker lassen ihre Helme segnen und die Feuerwehr ist sowieso immer dabei. Und gefeiert wird drumherum. Ausgiebig und manchmal ziemlich wild. Das Ziel: Die Kirche bleibt im Dorf.  

Und das muss die Welt erfahren. Die Siggelkower haben es vorgemacht und sitzen inzwischen in ihrem rundum erneuerten Gotteshaus. Das muss Redlin auch gelingen. Deshalb ein Stand auf dem Kirchentag in Berlin. Aufmerksamkeit erregen, Einheit in der Vielfalt demonstrieren und nicht zuletzt das Gemeinschaftsgefühl stärken. Darauf läuft es hinaus. Und die mit dem Geld, die Stiftungen und staatlichen wie kirchlichen Entscheider sollen erfahren, dass diese Kirche mehr ist für die Bewohner der paar Häuser am Rande als eine kunsthistorische Randerscheinung. Sie ist das Herz ihrer Gemeinschaft.

Die Bauarbeiten sind beendet!

Internetseite im neuen Design

Die Internetseite des Fördervereins erscheint in neuem Design.

Beginn der Bauarbeiten – der Turm ist eingerüstet

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